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Marienerscheinungen in Geschichte und Gegenwart

16. November 2017 um 20:00

Der religiöse Vorstellungskomplex der Marienerscheinung kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Seit dem ersten nachchristlichen Jahrhundert, über das Mittelalter bis in die Neuzeit hinein liegen durchgängig Berichte über Erscheinungen vor. Zu einem gehäuft auftretenden, öffentlichen und von großen Menschenmengen verfolgten Phänomen werden die Marienerscheinungen jedoch erst in der Zeit nach der Französischen Revolution. Zu den bis heute bekanntesten gehören La Salette (1846, Frankreich), Lourdes (1858, Frankreich), Marpingen (1876, Deutschland) und Fátima (1917, Portugal). Noch bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein zogen auch in Deutschland an Orten wie Tannhausen (1947–48) oder Heroldsbach-Thurn (1949–1952) Berichte über Marienerscheinungen große Menschenmengen und das Interesse der Medien an. Berichte über Marienerscheinungen sind jedoch kein europäisches, sondern ein weltkirchliches Phänomen, wobei Lateinamerika hier eine herausragende Stellung einnimmt. Beginnend mit der Erscheinung von Guadalupe (Mexiko), die traditionell auf das Jahr 1531 datiert wird, bis in die Gegenwart sind Marienerscheinungen fester Bestandteil der lateinamerikanischen relgiosidad popular. Dies zeigt besonders eindrücklich ein Fall: Die Marienerscheinung von Peñablanca (Chile), die während der Pinochet-Diktatur in den Jahren 1983 bis 1988 Zehntausende von Zuschauern anzog, großes mediales Interesse erfuhr und in die Bildung eines bis heute existierenden, festen Unterstützerkreises mündete.

Details

Datum:
16. November 2017
Zeit:
20:00
Kategorien:

Weitere Angaben

Referent
Dr. phil. Oliver Grasmück M.A., Religionswissenschaftler
Leistungen
Um eine freiwillige Spende wird gebeten

Veranstaltungsort

Kath. Gemeinderaum im Pfarrhaus Börstingen
Horber Straße 12
Börstingen, Deutschland