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Rechtspopulismus und Christentum

18. April um 17:0019:00

Rechtspopulistische und bisweilen sogar rechtsextreme Gruppierungen gehen seit geraumer Zeit gezielt auf Christen und Kirchen zu, um sich selbst ein bürgerliches Image zu verschaffen. Sie tun dies teilweise mit schwer durchschaubaren Strategien und besetzen bewusst Themenfelder, die für Christen relevant sind, wie etwa Ehe und Familie, Lebensschutz oder auch bedrohte Christen. Gleichzeitig verbreiten sich auch unter Christinnen und Christen – jenseits von Konfessionsgrenzen – fremdenfeindliche Haltungen. Kleine, aber lautstarke Gruppen, oft mit ausgeprägt autoritären Frömmigkeitsstilen, ergreifen über eigene Internetseiten und in den sogenannten Sozialen Medien das Wort. In deren Leserkommentarspalten geschieht eine schleichende politische und religiöse Radikalisierung.
Innerhalb der katholischen Kirche stehen rechte Christen meist dem Traditionalismus und Antimodernismus nahe und lehnen letztlich – ausdrücklich oder indirekt – das Zweite Vatikanische Konzil ab. Sobald sich diese Gruppen nicht durch Papst und Bischöfe bestärkt fühlen können, werden diese kirchlichen Autoritäten selbst zu Angriffszielen rechter Christen und bisweilen als häretisch gebrandmarkt.

Die Theologin PD Dr. Sonja Angelika Strube, Gastprofessorin an der Universität Tübingen, wandte sich als eine der ersten dem Themenfeld Rechtspopulismus und Christentum zu. Sie führt in ihrem Vortrag in dieses aktuelle Thema ein und zeigt dem Publikum, wie die Strategien der neurechten politischen Akteure durchschaut werden können.

Hinweis: Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Rottenburg statt.

Details

Datum:
18. April
Zeit:
17:00 – 19:00
Kategorien:
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Weitere Angaben

Referentin
PD Dr. Sonja Angelika Strube

Veranstaltungsort

Bischöfliches Ordinariat, Leiprecht-Saal Rottenburg
Eugen-Bolz-Platz 1
Rottenburg, Deutschland