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Werkstatt Glaube & Vernunft Reihe zum Thema: Christentum zwischen Krieg und Frieden – Gewalt und Friedenspotentiale der Botschaft Jesu „Gotteserfahrung und Sinnerfahrung“

23. Oktober um 20:0022:00

Das Christentum steht, wie andere monotheistische Religionen auch, im Verdacht, irrationale Gewaltpotentiale in sich zu tragen. Aber worin genau sollen diese begründet liegen und gibt es nicht auch ganz erhebliche Friedenspotentiale, die eher Gewalt begrenzen und eindämmen als diese auszuagieren? Wir wollen im Rahmen dieser Gesprächsreihe u.a. fragen, ob der Monotheismus Israels tatsächlich latente Gewaltpotentiale in sich trägt und wie das damit unter Verdacht geratene Gottesbild des Alten Testaments angemessen verstanden werden könnte. Wir wollen darüber nachdenken, welche Bedeutung der gewaltsame Kreuzes- und Opfertod Jesu für christliche Erlösungsvorstellungen hat, wie die Inquisition historisch einzuordnen ist, ob es einen gerechten Krieg geben kann bzw. ob das Christentum zum Pazifismus verpflichtet, aber auch, wie die Aufforderung der Bergpredigt zur Feindesliebe zu verstehen ist und schließlich, inwiefern Weltfrieden möglicherweise Religionsfrieden voraussetzt. Diesen und ähnlichen Fragen will sich die Werkstatt Glaube und Vernunft widmen und sich dabei um ein Verständnis der vielfältigen Aspekte dieser Thematik bemühen.
Für den Auftaktvortrag konnten wir den Neutestamentler Prof. Dr. Wilfried Eisele (Tübingen) gewinnen, der in die Thematik einführen wird.

Termine und Themen:

Di. 23.10.: Auftaktvortrag: „Das Christentum zwischen Krieg und Frieden. Gewalt- und Friedenspotentiale der Botschaft Jesu“
Di., 13.11.: Monotheismus und Christentum – Gewalt im Namen Gottes?
Di., 11.12.: Das Gottesbild im Alten Testament – ein Gott, der straft und tötet?
Mi., 16.01.: Christliche Erlösung und Gewalt – Deutungen von Kreuz und Opfertod Jesu?
Di., 19.02.: Inquisition – Gewalt zur Durchsetzung der Wahrheit?
Di., 12.03.: Der gerechte Krieg – legitime Gewaltanwendung oder Pazifismus?
Di., 09.04.: Feindesliebe und Gewaltverzicht – die ethische Relevanz der Bergpredigt?!
Mi., 22.05.: Religion und Politik – Weltfrieden durch Religionsfrieden?
Mi., 26.06.: Wie werden wir friedfertig – Friedenserziehung oder Gebet?
Di., 23.07.: Was bleibt? Gewalt- und Friedenspotentiale der Botschaft Jesu

  • Weitere Termine: 13.11., 11.12.2018, 16.01., 19.02., 12.03., 09.04., 22.05., 26.06., 23.07.2019

Details

Datum:
23. Oktober
Zeit:
20:00 – 22:00
Kategorien:

Weitere Angaben

Leitung
Dr. Manfred Oevers
BegleiterIn
Dr. Ralf Lutz

Veranstaltungsort

Kath. Gemeindezentrum St. Johannes Tübingen
Bachgasse 5
Tübingen, Deutschland